Sabine Reußner
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Low Carb im Norden

 

Über mich

Seit meinem 14. Lebensjahr dreht sich mein Leben um Abnehmen und Diäten. Immer wieder habe ich zu- und abgenommen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Während der langen Zeit des Abnehmens vermisste ich eines immer besonders: ich hätte so gerne jemanden gehabt, dem ich hätte erzählen können, wie es mir so geht. Der mich aufbaut, mich motiviert, mir Tipps hätte geben können und Verständnis für meine "Unzulänglichkeiten" hätte. Aber so jemanden gab es nicht und ich kämpfte alleine, ein harter Kampf gegen mich selbst!

Aus diesen Erfahrungen heraus und weil  immer mehr Menschen meinen fachmännischen Rat wollten, entschied ich mich zu studieren. Heute arbeite ich so, dass ich denen professionell helfe, die es wollen, aus diesem Teufelskreis des Zu - und Abnehmens, zu entkommen .

Meine Ausbildung stützte sich auf folgende Pfeiler: Gesundheit (vorrangig Prävention), Ernährungsberatung und Sport (Präventivsport). Mir ist es ein Bedürfnis, Menschen, die in ähnlichen Situationen sind, wie ich es war, zu  unterstützen und zu betreuen und sie vor allen Dingen zu motivieren, es mir gleich zu tun, weil die gesteigerte Lebensqualität mit nichts zu vergleichen ist. Heute biete ich Ernährungsberatungen an und gestalte individuelle Trainingspläne, auch für Jugendliche und Kinder. Die verschiedensten Entspannungs- und Stressbewältigungsprogramme (autogenes Training, progressive Muskelentspannung u.v.m), sowie beratende und motivierende Gespräche und Gesprächsrunden für Einzelpersonen oder Gruppen  gehören genauso zu meinem Programm, wie sportliches Gesundheitstraining.

Die lange Reise zu mir selbst.

 Angefangen hat es im Sommer 1997. Ich wog 131 kg und war sehr unzufrieden mit mir. Auslöser für den Entschluss, nun doch endlich abzunehmen, war mein Sohn. Irgendwann stellte ich fest, dass er sich für mich, bzw. mein Aussehen, schämte. Es musste also etwas passieren. Aus gesundheitlichen Gründen war es für mich sehr wichtig, den Blutdruck niedrig zu halten. Das war auch ein Grund, der für das Abnehmen sprach.

Anfang 1998 empfahl man mir, den Weg über Akupunktur zu probieren. Wichtigste Erkenntnis war die, dass die Akupunktur die Diät, die man wählt, nur unterstützte. Das bedeutete, dass die gesetzten Nadeln das Hungergefühl reduzieren konnten.

Während der ersten drei Tage der Reduktion mit den Akupunkturnadeln hatte ich leichte Kopfschmerzen und ein abnehmendes Hungergefühl. Die Kopfschmerzen entstanden durch die Entgiftung und das Hungergefühl wurde weniger, weil der Blutzuckerspiegel sank. Nach drei Wochen brachte ich 8,3 kg weniger auf die Waage.

Jetzt folgten drei Wochen Erhaltungsphase, die pro Tag 1.200 kcal. zuließ. Sie ermöglichte es dem Körper, sich an sein neues Gewicht zu gewöhnen. In jeder dieser drei Wochen wurde ein Fastentag eingelegt.

Nach diesen drei Wochen Erhaltungsphase wurden wieder Nadeln gesetzt, wieder waren es 7,7 kg weniger Körpergewicht. Ein tolles Gefühl! Ich hatte mir zum dritten Mal die Nadeln setzen lassen und noch einmal nahm ich 6 kg ab.

Während des Sommers und in der Urlaubszeit nahm ich nicht ab. Im Herbst des Jahres startete ich neu durch und hatte bis dahin 30 kg abgenommen. Doch nun kam die Weihnachtszeit mit all ihren Versuchungen. Ich wurde schwach und bezahlte mit einer Gewichtszunahme von 11,3 kg. Ab Februar fing ich wieder mit der Diät an. Um die Sünden der Weihnachtszeit auszugleichen brauchte ich bis zum Sommer des Jahres. Bis zum Ende dieses Jahres nahm ich dann nochmals 13,2 kg ab. 

Insgesamt waren es jetzt 41,9 kg.


Wieder kam Weihnachten. Diesmal kostete mich diese Auszeit gute 8 kg. Inzwischen war ich mir darüber im Klaren, dass ich, um mein Gewicht halten zu können, sehr viel disziplinierter leben musste.

Auch im Januar 2000 habe ich mir die Nadeln wieder setzten lassen. Von Januar bis Ende März 2000 habe ich 10 kg abgenommen. Insgesamt habe ich jetzt 53 kg abgenommen. 

Jetzt ging ich auch ins Fitness-Studio. Erst als ich nicht mehr ganz so dick war bin ich dorthin gegangen. Anfänglich hat mich meine Leibesfülle beim Sport gestört und natürlich behindert. Zusätzlich habe ich mich geniert. Ich will damit sagen, dass ich vollstes Verständnis für jeden habe, der dick ist und nicht gleich von Anfang an Sport betreibt: das Fett stört.

Im Oktober 2000 habe ich einen sportmedizinischen Check machen lassen, um zu erfahren, ob mein Körper die Wandlung gut überstanden hatte. Er hatte! Blutdruck und Herzfrequenz normal, Nieren ohne Befund!

All diese Veränderungen hatten zur Folge, dass ich meine Einstellung zur Gesundheit sehr verändert habe und ich beschloss meinen Beruf zu ändern. Mein Bedürfnis nach mehr Wissen um Gesundheit und Sport mündeten darin, dass ich nun studierte. Ich absolvierte ein Studium und bin nun Gesundheitstrainer (IST).